Nachrichten

change

Zeitschrift SOZIOkultur 3-2017 zum Thema Generationswechsel erschienen

Läuferwechsel beim Staffellauf: konzentriert und bei unvermindertem Tempo den Stab übergeben, ein Stück mitlaufen, dann die anderen anfeuern. Nur wenn das gelingt, kann die Mannschaft gewinnen. Die „Stabübergabe“, das heißt den Generationswechsel in soziokulturellen Zentren, beschreibt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

In der Seefelder Mühle übergibt Cornelia Iber-Rebentisch große Teile der Geschäftsführung an Gesche Gloystein. Im Pumpwerk Wilhelmshaven hat Stefan Leimbrink seinen Nachfolger Reent Froehlich bereits eingearbeitet, Mirco Wenzel übernimmt den Bereich Kleinkunst von Helmut Bär. Bei zeitraumexit in Mannheim setzt Jan-Philipp Possmann die Arbeit von Gabriele Oßwald fort. In der MOTTE in Hamburg geht mit Michael Wendt, Griet Gäthke und Clemens Hoffmann-Kahre gleich die ganze Mannschaft aus dem Rennen. In der Kulturwerkstatt Simmersfeld haben die Jüngeren parallel zum Bewährten ein eigenes Angebot aufgebaut – immer unterstützt von der älteren Generation. Wechsel auch auf der Verbandsebene: Zwei Jahre lang  haben die Mitglieder der IG Kultur Österreich diskutiert, bis sie zum bestmöglichen Konsens gekommen sind. Noch-Geschäftsführerin Gabriele Gerbasits erläutert den Prozess. Allerorts beeindruckend: der Mannschaftsgeist bei der „Stabübergabe“.

Doch oft bleiben auch die Älteren länger „im Rennen“: Anselm Züghart vom Lagerhaus Bremen schlägt mit „70-50-70“ ein Modell zur Weiterbeschäftigung im Rentenalter vor. Die Schwierigkeiten zwischen Festhalten und Loslassen beschreibt Stephan Bock. Chancen der Transformation erörtert Karin Wolf. Lutz Liffers fragt auch danach, in welche Welt hinein die Zentren in den nächsten Jahren entwickelt werden müssen.

Der Generationswechsel funktioniert nicht im Selbstlauf. Deshalb hat die Stiftung Niedersachsen das Förderprogramm „sozioK_change“ aufgelegt, das seit 2015 Change-Prozesse in soziokulturellen Einrichtungen begleitet. Dazu Daniela Koß: „Der zeitliche Aufwand und emotionale Stress innerhalb des Prozesses wird häufig unterschätzt. Change-Prozesse sind kein Spaß!“


Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de

Zurück